Aus dem Krankenpflegeverein

Auch die Arbeit des Krankenpflegevereins wird weiterhin von der Pandemiesituation bestimmt – wie könnte es auch anders sein. Im Sommer hatten wir vorsichtig mit einigen unserer Veranstaltungen wieder begonnen, doch mit dem Herbst-Lockdown musste alles wieder absagt werden.

Was jedoch unverändert und ununterbrochen weitergeht, das ist unser Besuchsdienst, seit Corona in Form von Telefon-Besuchen. Da unsere Mitarbeiterinnen ihre Klienten schon lange persönlich kennen, waren diese „Ersatz-Besuche“ auch immer sehr willkommen. Mit monatlich insgesamt 50–60 Telefongesprächen konnten wir so die persönliche Betreuung unserer Klienten aufrecht erhalten – trotz der Corona- Restriktionen.

Unser festliches Adventscafé ist in normalen Zeiten der Höhepunkt des Jahres, mit etwa 50 Gästen im weihnachtlich geschmückten Gemeindesaal. Auch das durfte natürlich nicht stattfinden. Doch einfach nur absagen? Nein, damit konnte sich unser Besuchsdienst nicht abfinden. Da musste es einen Ersatz, eine Geste geben. Also wurde beschlossen, all den älteren Mitgliedern, die normalerweise zum Adventscafé eingeladen werden, einen ganz besonderen Adventsgruß zu überbringen. So etwas kann man nicht kaufen, das musste selbst gemacht werden. Also traf sich die Gruppe an mehreren Nachmittagen und schnitt, klebte, bastelte, dekorierte die Karten sehr individuell für einen persönlichen Adventsgruß. Und diese Grußkarten wurden selbstverständlich auch persönlich übergeben, wiederum mit Tannengrün und einer Kerze geschmückt. Es ist offensichtlich, dass dies eine sehr aufwendige Aktion war, doch all die positive Resonanz war reichliche Belohnung dafür.

Im Januar begann die Impf-Aktion und damit die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität. Ein beträchtlicher Teil unserer Mitglieder gehört vom Alter her zur Gruppe der höchsten Priorität. Doch wie sich schnell zeigte, sahen sich etliche der Impfwilligen damit überfordert, die beiden Impftermine selbst zu reservieren. Der Besuchsdienst sprang ein und konnte mit viel Zeit und Geduld schließlich für einige unserer Senioren die Impfung organisieren. Doch insgesamt war unsere Kapazität damit weit überfordert. In einem Gespräch mit unserer Sozialstation über diese Notlage wurde dann die Idee entwickelt, die Mitglieder der Gerlinger Krankenpflegevereine um solidarische Hilfe zu bitten.

In einem Aufruf an alle Mitglieder wurde gefragt, wer braucht Hilfe bei der Impf-Organisation, bzw. wer möchte als Impf-Pate diese Hilfestellung anbieten. Bisher haben sich acht Mitglieder als Paten gemeldet. Gemeinsam mit unserem Besuchsdienst wurden bis Anfang März für 22 Mitglieder die Termine gebucht und auch fast alle zur ersten Impfung begleitet.

Dr. Hartmut Debler

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Besuchsdienst des Krankenpflegevereins

Renate Projahn, Telefon 07252 - 2 80 70

Frau Karin Zipperlen, Telefon 07156 - 25205

Geschäftsführer des Krankenpflegevereins Gerlinger Höhe

Dr. Hartmut Debler, Telefon 07156 - 43 40 43