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Predigt zum 17. Januar 2021, 2. Sonntag nach dem Erscheinungsfest

Liebe Gemeinde,

das so andere Weihnachtsfest 2020 klingt aus. Der Weihnachtsschmuck ist weggeräumt oder wird es in den nächsten Tagen. Das neue Jahr hat begonnen und es geht so schwierig weiter wie es zu Ende gegangen ist. Die Corona-Pandemie bestimmt unser Leben auch im neuen Jahr. Sie macht unseren Alltag schwierig, herausfordernd, mühsam.

Der heutige Sonntag und der Predigttext gehören noch in den Weihnachtsfestkreis. Große Weihnachtskrippen stellen neben der eigentlichen Weihnachtsgeschichte weitere Geschichten dar. Die Hochzeit in Kana gehört üblicherweise dazu.

In großen Weihnachtskrippen ist sie das Schlussbild. Die Hochzeit in Kana steht am Übergang. Sie zeigt Jesus am Anfang seines Wirkens. 

In Johannes 2, 1-11 lesen wir:

„Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was geht’s dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. Als der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten-, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“

Jesus auf einer orientalischen Hochzeit, auf einem großen Fest. Jesus ist mittendrin. Er sorgt sogar dafür, dass das Fest gelingt.

Die Hochzeit von Kana ist das erste von sieben Wundern, die das Johannesevangelium überliefert und die im Johannesevangelium Zeichen genannt werden.

Das ist alles andere als zufällig. Und doch scheint dieses Wunder auf den ersten Blick wenig sinnvoll zu sein. Ein Wunder, in dem der Wein im Überfluss fließt. Manchen hat das irritiert. Ein frommer Schwabe soll über Jesu Handeln in dieser Wundererzählung gesagt haben: „Des isch net sei beschtes Stückle gwä.“

Dieses Wunder scheint wenig sinnvoll, verschwenderisch, überflüssig. Wenn Jesus sich eines Hilflosen annimmt, wenn er einen Blinden heilt, macht das Sinn, dann ist das ein Zeichen für Gottes Erbarmen. Wenn Blinde wieder sehen können, wenn Kranke geheilt werden, erleben sie Hilfe und Errettung aus persönlicher Not.

Aber wenn eine Hochzeitsgesellschaft Wein im Überfluss in sechs Tonkrügen mit umgerechnet ungefähr 600 Litern bekommt? Ist das nicht geradezu ein „überflüssiges“ Wunder?

Einerseits mag das so erscheinen und das Wunder wenig sinnvoll wirken.

Andererseits aber zeigt das überflüssige Wunder auch den Überfluss.

Das Weinwunder auf der Hochzeit in Kana ist im Johannesevangelium als erstes von sieben Zeichen überliefert. Dem Evangelisten kommt es gerade auf den Überfluss, die Fülle an. Bereits zu Beginn im Prolog des Johannesevangeliums ist davon die Rede: „Von seiner (Jesu) Fülle haben wir alle genommen, Gnade um Gnade.“ (Johannes 1,16). 

Das Weinwunder in Kana ist im Johannesevangelium ein Zeichen, in dem die Fülle des Heils sichtbar wird. In der Hochzeit wird die Hoch- Zeit des Lebens deutlich, die mit Jesus angebrochen ist. Das Bild von der Hochzeit ist ein Bild für unser Leben: unser Leben - ein Fest. Jesus verwandelt Wasser in Wein. 

Wasser ist das, was zu unserem Alltag gehört. Wir brauchen Wasser, ohne Wasser können wir nicht leben. 

Wein hingegen ist ein Bild für Freude, Lebensfreude. Das war zurzeit Jesu so und ist bis heute nicht anders. Wein ist ein Bild für Lebensfreude. Jesus ist derjenige, der bei der Hochzeit in Kana Wein im Überfluss spendet. Mit Jesus beginnt die Zeit des Heils, die Zeit der Fülle. An Weihnachten haben wir das gefeiert.

Nun ist das Fest vorbei, das neue Jahr hat begonnen. Wir sind schon wieder mittendrin im Alltag und auch in den Fragen und Aufgaben, vor die er stellt.

Es gibt Zeiten, da ist das Fest des Lebens in Gefahr. Dann gibt es nur noch Wasser wie auf der Hochzeit in Kana. Die gegenwärtige Corona-Pandemie ist eine solche Zeit. Feste wie eine große Hochzeit sind derzeit nicht möglich. Wer heiraten will, kann das Fest nur im sehr kleinen, privaten Rahmen feiern, denn Kontaktbeschränkungen sind notwendig, um die Verbreitung des Corona-Virus zu vermeiden. Wir stehen vor vielen anderen Herausforderungen in der gegenwärtigen Krise.

Wir hören heute von Jesus, der dafür sorgt, dass das Fest gelingt. Jesus verwandelt Wasser in Wein. Jesus setzt mit dem, was er tut ein Zeichen. Er ersetzt den Mangel durch Fülle. „Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“ 

Wir erfahren nicht, wie das Fest weitergeht, denn der Blick geht zu den Jüngern Jesu. Seine Jünger verstanden das Zeichen, sie glaubten ihm. Jesus verwandelt Menschen, stärkt ihr Vertrauen in Gott und bewegt sie in seinem Geist zu leben.

In unserem Leben, in unserem Alltag können wir uns erinnern an das Heil und an die Fülle, die mit Jesus in die Welt gekommen sind. Das Zeichen Jesu auf der Hochzeit in Kana kann unser Vertrauen zu Gott stärken.

Besonders in den gegenwärtigen Herausforderungen der Corona-Pandemie ist das wichtig, damit wir in unserem durch sie schwierigen, herausfordernden und mühsamen Alltag zuversichtlich und geduldig bleiben und tun, was hilft, der Pandemie zu begegnen.

Amen.

Pfarrerin Margrit Schmid

Aktuelle Information

In der Zeit des verschärften Lockdowns werden wir in der Matthäuskirche bis 31. Januar 2021 keine Präsenzgottesdienste feiern. 

Auf der Homepage unserer Gemeinde finden Sie eine Predigt zum 31. Januar 2021, die wir gerne zusenden, sollte jemand keinen Zugang zur Homepage unserer Gemeinde haben. 

Wir verweisen auch auf das Angebot von Fernseh- oder Radiogottesdiensten.

In seelsorgerlichen Angelegenheiten wenden Sie sich sehr gerne an Pfarrerin Margrit Schmid.

Das Gemeindebüro ist derzeit geschlossen.

In unserer Homepage finden Sie weitere Informationen! 

Auch unser aktueller Gemeindebrief ist dort zu finden.

Wir bemühen uns, die Homepage immer aktuell zu halten.

Schauen Sie doch hinein und informieren Sie sich. Dort finden Sie auch einen Link zur Homepage unserer Landeskirche.

Hier die Adresse: www.matthaeuskirche.org

Hinweis

Das Gemeindebüro unserer Matthäusgemeinde ist 

wegen der Corona-Epidemie

bis auf Weiteres für Besucher und Besucherinnen geschlossen.


Erreichbar sind wir unter 

der Telefonnummer 07156/21600 

oder

der E-Mail-Anschrift buero@matthaeuskirche.org 

Wir danken für Ihr Verständnis.


REFORMATION HEUTE KANZELREDEN von 1998 bis 2017

ISBN 978-3-945369-52-4

Evangelische Matthäusgemeinde Gerlingen. Verlag der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart.

Reformation heute - Kanzelreden von 1998 bis 2017

Wir empfehlen hier unser Buch

Im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 haben wir die zwanzig Kanzelreden in Buchform veröffentlicht, mit einem Grußwort von Prof. Dr. Berthold Leibinger, dem ersten Redner von 1998 und einem Vorwort von Prof. Dr. Siegfried Hermle, der diese Predigtreihe als damaliger Pfarrer an der Matthäuskirche initiiert hat. Die Predigt am Reformationsfest 2017 hielt Dr. Nicola Leibinger-Kammüller.

Das Buch im Format 12,5 x 19,0 cm hat 288 Seiten und kostet 14,95 Euro. Es ist über das Gemeindebüro und über die Buchhandlung ONE in Gerlingen erhältlich. ISBN 978-3-945369-52-4

Chronik der Matthäuskirche

Vor genau 15 Jahren zum Jubiläumfest „40 Jahre Matthäuskirche Gerlingen“ am 9. und 10. Juli 2005 ist eine umfangreiche Festschrift entstanden, die in einer Chronik und vielen Berichten ehemaliger Pfarrer und Gemeindeglieder die Geschichte der Matthäusgemeinde nachzeichnet.

Es ist ein überaus interessanter Blick auf die Geschichte unserer Matthäusgemeinde.

Von dieser Festschrift gibt es noch Exemplare, die wir gerne an Interessierte abgeben.

Bitte wenden Sie sich dazu an Frau Tomp im Gemeindebüro, Telefon 07156-21600 oder per Mail: buero@matthaeuskirche.org

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 26.01.21 | Ehrfurcht vor der Menschenwürde

    In einem Bischofswort zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnert Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July an die Opfer der Nazi-Ideologie und betont die Bedeutung der Religions- und Meinungsfreiheit.

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  • 25.01.21 | Begegnung schützt vor Antisemitismus

    2021 feiert Deutschland 1700 Jahre jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Aus diesem Anlass wirbt Jochen Maurer, landeskirchlicher Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden, für mehr Kontakte zur jüdischen Kultur.

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  • 25.01.21 | Netzwerk „Mobilität & Kirche“

    Die evangelischen Landeskirche in Württemberg wird Teil eines ökumenischen Pilotprojekts zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen. Das Netzwerk bietet einen Rahmen, um Erfahrungen und Strategien auszutauschen oder gemeinsam Projekte zu realisieren. 

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